Dienstag, 20. Dezember 2011

Oh my Buddha

Als wir gestern beim Zip-Lining waren (man kettet sich an ein Seil und rutscht daran von einer Plattform zur nächsten) hatten wir doch ordentlich Respekt davor. Schließlich springt man quasi einfach ab und ist nur durch ein paar Karabiner und Seile an der Zipline befestigt. Carmem und ich standen also da, guckten runter und sagten gleichzeitig: Oh my god. Woraufhin unser Guide uns spaßeshalber korrigierte, das heiße Oh my Buddha. Andere Länder, andere Sitten ;-)
Nachdem wir uns einmal überwunden hatten, war es tatsächlich ziemlich cool. Ein bisschen mehr Action als als das Floß fahren vorher. Und Rafting stand auch noch auf dem Programm, zum Glück war es ziemlich warm denn wir sind komplett nass geworden.

Heute war nicht so viel los, man muss sich schließlich auch mal um Sachen kümmern wie Wäsche waschen, Hostels suchen, rausfinden wie man nach Laos kommt und so weiter. Auch wenn man es kaum glauben mag, auch beim Reisen gibt es Dinge die absolut keinen Spaß machen aber sein müssen.

Apropos Spaß -  ich dachte mir, ich erfreue euch noch mit einer lustigen Geschichte der letzten Tage, über die wir ordentlich gelacht haben.
Neulich waren wir auf der Khao San Road in Bangkok unterwegs, als uns ein Typ vollquatschte, der Anzüge verkauft. Ein Thai, sehr klein, selber nicht im Anzug und ehrlich gesagt nicht unbedingt zum hübscheren Teil der Bevölkerung gehörend (viele von den Frauen hier sind wirklich sehr hübsch). Und jetzt stellt euch bitte mal vor, er steht ein paar jungen, sehr gut aussehenden Männern gegenüber und sagt denen: You are ugly. You are so ugly. Und fragte dann uns: Do you like these boys? Don´t you think they are ugly?
Wir haben uns totgelacht. Leuten zu sagen, dass sie hässlich sind, außer sie kaufen einen deiner Anzüge? Vielleicht funktioniert das in Thailand, aber die deutschen BWLer haben sicher noch nie was von so einer Verkaufsstrategie gehört.Sie haben übrigens keine Anzüge gekauft - was bei Backpackern ohnehin eher überflüssig wäre.




Sonntag, 18. Dezember 2011

It is like Starbucks

Hier gibt es überall Tempel. So viele, dass Carmem sie mit Starbucks verglichen hat- one on every corner. Sie sind alle unterschiedlich, aber nachdem wir drei angesehen hatten, waren wir ein wenig tempelmüde.
Haben dann ein langes Gespräch mit einem Mönch geführt. Von wegen die Buddhisten sind alle so friedlich- er sagte, die anderen hassen ihn alle, weil er Englisch kann und sich deswegen immer mit den Touristen unterhält. Außerdem findet er es total langweilig ein Mönch zu sein. Deswegen will er demnächst aufhören und Thai Boxer werden. Boxen ist hier eine Art Volkssport, ein bisschen wie Fußball in Deutschland. Er kannte sogar die Klitschkos.

Inzwischen bin ich übrigens in Chiang Mai angekommen, das ist im Norden von Thailand. Es ist schöner hier als in Bangkok, nicht so hektisch und schmutzig. Abgsehen vom Hostel vielleicht, dieses hier fällt völlig auseinander. Okay, kein Wunder bei dem Preis (3 Euro pro Nacht). Zum Abschluss hab ich noch mit Carmem und Marc den Floating Market in der Nähe von Bangkok besucht, ein Markt auf Booten. Werde demnächst mal ein paar Bilder hochladen, damit ihr auch mal was zu sehen kriegt.

Gleich gehen wir nochmal auf den Nachtmarkt und dann früh ins Bett weil wir morgen einen langen Ausflug machen. Ich hab mich entschieden, bis zum 26. mit Ben und Dee in Chiang Mai zu bleiben und dann zu schauen, wohin es weitergeht. Vielleicht nochmal nach Bangkok weil dort mehr los ist zu Silvester. Und danach ab nach Laos.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Buddhas und Bierbäuche

Die Thais haben ja schon einen kleinen Buddha-Wahn. Die sitzen echt überall. Heute war ich mit Ben und Andy im Grand Palace. Außer jeder Menge wunderschöner Gebäude, die in mühevoller Arbeit mit Millionen von Mosaiksteinchen dekoriert wurden, gibt es da noch ein Waffenmuseum- und Buddhas. Ganze Sammlungen von Buddhas. Lachende Buddhas, kleine dicke Buddhas, sitzende, stehende, liegende Buddhas. Wir haben auch den Emerald Buddha gesehen, ein uralte Jadefigur- angeblich 43 BC in Indien hergestellt. Die Statue hat übrigens verschiedene Outfits für die unterschiedlichen Jahreszeiten und wird in großen Zeremonien umgezogen.  Wahrscheinlich hat sie mehr anzuziehen als ich, der Platz im Rucksack ist eben beschränkt ;-)
Insgesamt sehr eindrucksvoll, nur die Palastwachen sind nicht ganz europäischer Standard. Die bewegen sich einfach zwischendrin und lächeln tun sie auch.

Wenn ihr mehr sehen und lesen wollt, schaut mal hier:
Grand Palace

Dann wurden wir noch von einem sehr nett aussehenden alten Mann beschimpft, weil wir nicht auf seinen Trick reingefallen sind (die erzählen einem hier immer, dass alles zu hat - egal wo man hin möchte-  und versuchen einen woanders hinzulotsen). Heute abend war noch Khai hier, eine thailändische Freundin von einem der Leute, mit denen ich das Zimmer teile. Sie war superlieb und hat eine ganze Weile über Thailand und ihr Leben und so erzählt. Letzen Endes hat sie mir dann gestanden, dass sie immer dachte, alle Deutschen wären ganz furchtbar. Da sie im Hotel arbeitet, bekommt sie immer die 60-Jährigen Männer mit Bierbäuchen zu sehen, die hierher fahren, um eine Thai zu heiraten oder sich durch die Gegend zu vögeln. Sie hat ein paar Geschichten erzählt, die wirklich gruselig klingen. Wenigstens konnte ich ihr erklären, dass es auch in Deutschland nette junge Männer gibt und manche von denen auch durchaus so eine Frau abbekommen :-D
Vielleicht kommt sie mich mal besuchen, dann kann ich es ihr auch beweisen.