Donnerstag, 15. Dezember 2011

Buddhas und Bierbäuche

Die Thais haben ja schon einen kleinen Buddha-Wahn. Die sitzen echt überall. Heute war ich mit Ben und Andy im Grand Palace. Außer jeder Menge wunderschöner Gebäude, die in mühevoller Arbeit mit Millionen von Mosaiksteinchen dekoriert wurden, gibt es da noch ein Waffenmuseum- und Buddhas. Ganze Sammlungen von Buddhas. Lachende Buddhas, kleine dicke Buddhas, sitzende, stehende, liegende Buddhas. Wir haben auch den Emerald Buddha gesehen, ein uralte Jadefigur- angeblich 43 BC in Indien hergestellt. Die Statue hat übrigens verschiedene Outfits für die unterschiedlichen Jahreszeiten und wird in großen Zeremonien umgezogen.  Wahrscheinlich hat sie mehr anzuziehen als ich, der Platz im Rucksack ist eben beschränkt ;-)
Insgesamt sehr eindrucksvoll, nur die Palastwachen sind nicht ganz europäischer Standard. Die bewegen sich einfach zwischendrin und lächeln tun sie auch.

Wenn ihr mehr sehen und lesen wollt, schaut mal hier:
Grand Palace

Dann wurden wir noch von einem sehr nett aussehenden alten Mann beschimpft, weil wir nicht auf seinen Trick reingefallen sind (die erzählen einem hier immer, dass alles zu hat - egal wo man hin möchte-  und versuchen einen woanders hinzulotsen). Heute abend war noch Khai hier, eine thailändische Freundin von einem der Leute, mit denen ich das Zimmer teile. Sie war superlieb und hat eine ganze Weile über Thailand und ihr Leben und so erzählt. Letzen Endes hat sie mir dann gestanden, dass sie immer dachte, alle Deutschen wären ganz furchtbar. Da sie im Hotel arbeitet, bekommt sie immer die 60-Jährigen Männer mit Bierbäuchen zu sehen, die hierher fahren, um eine Thai zu heiraten oder sich durch die Gegend zu vögeln. Sie hat ein paar Geschichten erzählt, die wirklich gruselig klingen. Wenigstens konnte ich ihr erklären, dass es auch in Deutschland nette junge Männer gibt und manche von denen auch durchaus so eine Frau abbekommen :-D
Vielleicht kommt sie mich mal besuchen, dann kann ich es ihr auch beweisen.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

... und der Kopf drei Schritte hinterher

Bin gut angekommen. Flug okay, Hostel hübsch, Wetter gut.
Habe auch ein paar sehr nette Leute getroffen (jede Menge Engländer die schräge Musik machen und so :-D )
Nur mein Kopf ist nicht so richtig hinterhergekommen.
Wahrscheinlich dauert es noch eine Weile, bis ich mal realisiert habe, dass ich jetzt hier bin und so lange weg von zuhause.
Die schnelle Fortbewegung, das Fliegen von einem Kontinent zum nächsten - das hat zwar erhebliche Vorteile, vor allem die Zeitersparnis. Es hat aber auch Nachteile. Der Körper muss sich ziemlich doll umstellen (bis jetzt hat mich der Jet-Lag noch nicht umgehauen, aber warten wir mal morgen ab) und im Kopf kommt das auch nicht so richtig an. Hoffentlich holt der Kopf mich schnell wieder ein, kopflos lässt es sich nicht so gut reisen ;-)

Dienstag, 13. Dezember 2011

3-2-1-los

Heute geht es los. Gucken wir uns doch zum Abschluß nochmal die Liste der letzten Wochen an:

- Umzug 
- Praktikum 
- Impfungen 
- Englischtest ✔ (8 von 9, yeah)
- Motivationsschreiben und Empfehlungsschreiben 
- Netbook einrichten, damit ich euch alle schön mit meinen Blogposts nerven kann :-p  
- Alle Sachen für die Reise besorgen 
- Flug buchen 
- Handyvertrag, Versicherungsangelegenheiten und Bankkram regeln 


I`m done. Ich würde sagen, es kann losgehen. 8850 Kilometer nach Bangkok. 231 Tage on the road.
Ihr Lieben, wir sehen uns dann im Juli/August. Ich werd euch vermissen! 




Montag, 12. Dezember 2011

Naturgesetze

Irgendwo in diesem Universium gibt es anscheinend Kräfte, denen es besonderen Spaß macht, Leute zu ärgern -beim Reisen zeigt sich das sehr deutlich ;-) Hier mal ein paar von diesen "Naturgesetzen":

1) Wenn man zuhause ist, hat man Fernweh. Wenn man dann unterwegs ist, hat man Heimweh. Zuhause freut man sich, zurück zu sein, nur um anschließend wieder Fernweh zu kriegen.

2) Bevor es losgeht, ist es am schlimmsten. Kennt ihr das Gefühl, dass man den Kopf gar nicht frei hat für eine Reise? Man muss noch so viel erledigen und dann trifft man seine Lieben alle nochmal und auf einmal weiss man gar nicht mehr, wieso man eigentlich weg wollte. Und alle wundern sich, warum zum Teufel man sich jetzt gerade nicht freut, schließlich geht es doch bald los. (Zum Glück geht das Gefühl meistens auf dem Flug wieder weg).

3) Man hat immer was dabei, was man nicht braucht. Dafür fehlt meistens irgendetwas, was man dringend gebraucht hätte - an das man vorher trotz tausender Listen nicht gedacht hat.

4) Als Single trifft man gefühlte Ewigkeiten niemanden, der auch nur annährend interessant ist. Dafür dann aber unter Garantie kurz bevor man fährt.

5) Der Koffer (beziehungsweise der Rucksack) ist immer zu klein. Immer. Spätestens auf dem Rückweg.